{"id":173587,"date":"2025-11-19T15:51:49","date_gmt":"2025-11-19T14:51:49","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.sp-ps.ch\/?post_type=vorstoesse&#038;p=173587"},"modified":"2025-11-19T15:51:49","modified_gmt":"2025-11-19T14:51:49","slug":"staerkung-der-quartierzentren-und-der-gemeinwesenarbeit-in-der-stadt-bern-quartierleben-staerken-soziale-infrastruktur-fuer-eine-stadt-bern-fuer-alle","status":"publish","type":"vorstoesse","link":"https:\/\/staging.sp-ps.ch\/fr\/vorstoesse\/staerkung-der-quartierzentren-und-der-gemeinwesenarbeit-in-der-stadt-bern-quartierleben-staerken-soziale-infrastruktur-fuer-eine-stadt-bern-fuer-alle\/","title":{"rendered":"St\u00e4rkung der Quartierzentren und der Gemeinwesenarbeit in der Stadt Bern. Quartierleben st\u00e4rken &#8211; soziale Infrastruktur f\u00fcr eine Stadt Bern f\u00fcr alle"},"content":{"rendered":"<p>Erstunterzeichnende: Barbara Keller (SP), Timur Ak\u00e7asayar (SP), Dominique Hodel (SP)<br \/><br \/>Mitunterzeichnende: Laura Brechb\u00fchler, Lukas Wegm\u00fcller, Fuat K\u00f6\u00e7er, Shasime Osmani, Laura Binz, Dominik Fitze, Lena Allenspach, Johannes Wartenweiler, Nadine Aebischer, Chandru Somasundaram, Gourab<br \/>Bhowal, Szabolcs Mih\u00e0lyi, Dominic Nellen, David B\u00f6hner, Matteo<br \/>Micieli, Helin Genis, Valentina Achermann, Monique Iseli, Judith<br \/>Schenk, Jacqueline Br\u00fcgger, Emanuel Amrein, Bernadette H\u00e4fliger<\/p>\n<p>Auftrag<br \/>Der Gemeinderat wird wie folgt beauftragt:<\/p>\n<p>1. In Anlehnung an die 32 statistischen Bezirke der Stadt Bern sollen offizielle und \u00f6ffentlich getragene Quartierzentren oder Quartierb\u00fcros eingerichtet werden. Bestehende Initiativen sollen gest\u00e4rkt und ausgebaut werden, indem die Quartierzentren bestehende Strukturen erg\u00e4nzen und vernetzen \u2014 nicht ersetzen.<\/p>\n<p>2. Die Gemeinwesenarbeit soll strukturell und finanziell gest\u00e4rkt werden, damit sie quartiers\u00fcbergreifend und nachhaltig als koordinierende Kraft f\u00fcr soziale, kulturelle und gesundheitsf\u00f6rdernde Angebote wirken kann. Sie soll nicht nur punktuell eingesetzt werden, sondern als dauerhaftes und verbindendes Element der Quartierentwicklung etabliert werden.<\/p>\n<p>3. Die Dienstleistungen der Quartierzentren sollen gezielt erweitert werden:<br \/>\u2022 niederschwellige Anlaufstellen f\u00fcr Gesundheits- und Betreuungsfragen (inkl. Triage-Funktion),<br \/>\u2022 integrierte Beratungsangebote zu digitalen Fragestellungen.<\/p>\n<p>4. Die Zusammenarbeit mit bestehenden Organisationen wie Pro Senectute, dem Generationenhaus oder Altersheimen zu vertiefen, um kleinteilige, lokal angepasste Angebote zu schaffen. Im gesamten Stadtgebiet sollen \u00f6ffentliche, konsumfreie R\u00e4ume gef\u00f6rdert werden, die ohne hohe Zugangsh\u00fcrden f\u00fcr vielf\u00e4ltige Bev\u00f6lkerungsgruppen nutzbar sind \u2014 insbesondere auch f\u00fcr \u00e4ltere Menschen mit eingeschr\u00e4nktem Aktionsradius.<\/p>\n<p>5. Es soll ein partizipatives Umsetzungskonzept erarbeitet werden, dass die Bev\u00f6lkerung, zivilgesellschaftliche Organisationen und Fachstellen aktiv in die Konzeption und Entwicklung der Quartierzentren einbindet. Ziel ist ein soziokulturelles Gesamtkonzept mit intergenerationellem Ansatz, dass die Vielfalt der Quartiere ber\u00fccksichtigt und langfristige soziale Wirkung entfaltet. Die Erarbeitung und Umsetzung dieses Konzepts soll wissenschaftlich begleitet werden, um Wirkung, Prozesse und Qualit\u00e4tsentwicklung fundiert zu evaluieren und weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p>6. Die Umsetzung der Quartierzentren soll sich an den sozialen Bed\u00fcrfnissen und Herausforderungen der jeweiligen Quartiere orientieren. Dabei ist eine bedarfsgerechte Ressourcenverteilung sicherzustellen, um soziale Ungleichheiten gezielt zu adressieren.<\/p>\n<p>7. Die Umsetzung soll innerhalb von zwei Jahren nach Annahme der Motion beginnen. Dabei sind Etappenziele zu definieren, die eine transparente und \u00fcberpr\u00fcfbare Entwicklung der Quartierzentren erm\u00f6glichen. Als strategisches Ziel soll bis sp\u00e4testens 2040 in allen Quartieren ein funktionierendes, lokal verankertes Quartierzentrum etabliert sein.<\/p>\n<p>Begr\u00fcndung<br \/>Das Quartier ist f\u00fcr viele Menschen \u2014 besonders im Alter und in der fr\u00fchen Kindheit \u2014 der zentrale<br \/>Lebensraum. Der Bedarf nach gut erreichbaren, nicht-kommerzialisierten Treffpunkten, nach Unterst\u00fctzung im Alltag sowie nach sozialem Austausch steigt. Quartierzentren k\u00f6nnen diesen Bed\u00fcrfnissen gerecht werden und den sozialen Zusammenhalt sowie die Selbstorganisation im Quartier nachhaltig f\u00f6rdern. Sie sind ein zentraler Baustein einer solidarischen, inklusiven Stadtentwicklung im<br \/>Sinne der 15-Minuten-Stadt.<br \/>Mit dieser Motion soll die Stadt dazu beitragen, das Quartier als lebendigen, kleinr\u00e4umigen Sozialraum \u2014 vergleichbar mit einem Dorf \u2014 wieder st\u00e4rker ins Zentrum der kommunalen Planung zu<br \/>r\u00fccken. Dabei ist besonders auf die unterschiedlichen sozialen Strukturen und Bed\u00fcrfnisse der Quartiere zu achten, um Ressourcen gezielt und gerecht einzusetzen.<br \/>Je weniger finanzielle Mittel Menschen zur Verf\u00fcgung haben, desto wichtiger wird der unmittelbare<br \/>Lebensraum als Ort der sozialen Teilhabe, Unterst\u00fctzung und Orientierung. Ein wohnortnahes Quartierzentrum kann hier entscheidend zur Lebensqualit\u00e4t beitragen.<br \/>Niederschwellige Triagestellen im Gesundheitswesen, wie sie in Quartierzentren integriert werden<br \/>k\u00f6nnen, leisten nicht nur konkrete Unterst\u00fctzung, sondern tragen auch zur Kostensenkung im Gesundheitswesen bei, indem sie unn\u00f6tige Arztbesuche oder Spitaleintritte verhindern und gezielt weitervermitteln.<br \/>Dabei ist Gesundheit als biopsychosozialer Aspekt zu verstehen \u2014 also als Zusammenspiel von<br \/>k\u00f6rperlichen, seelischen und sozialen Faktoren. Dies verlangt neue, quartiersnahe Angebote, die<br \/>mehr leisten als rein medizinische Versorgung.<br \/>Angesichts des bereits heute sp\u00fcrbaren Mangels an Gesundheits- und Betreuungsfachpersonen<br \/>wird es immer wichtiger, ressourcenschonende, pr\u00e4ventive und gut vernetzte Strukturen aufzubauen, die Unterst\u00fctzung fr\u00fchzeitig und wohnortnah erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"template":"","vorstossthema":[15863,15859,15856,15894,15861],"vorstosstyp":[15931],"vorstossstatus":[],"cpt-canton":[1566],"class_list":["post-173587","vorstoesse","type-vorstoesse","status-publish","hentry","vorstossthema-cohesion-sociale-et-egalite","vorstossthema-culture-sports-et-loisirs","vorstossthema-migration-et-integration","vorstossthema-politique-familiale","vorstossthema-securite-sociale-et-sante","vorstosstyp-motion-fr","cpt-canton-berne"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/staging.sp-ps.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/vorstoesse\/173587","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/staging.sp-ps.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/vorstoesse"}],"about":[{"href":"https:\/\/staging.sp-ps.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/vorstoesse"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/staging.sp-ps.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/vorstoesse\/173587\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":173592,"href":"https:\/\/staging.sp-ps.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/vorstoesse\/173587\/revisions\/173592"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/staging.sp-ps.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=173587"}],"wp:term":[{"taxonomy":"vorstossthema","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.sp-ps.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/vorstossthema?post=173587"},{"taxonomy":"vorstosstyp","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.sp-ps.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/vorstosstyp?post=173587"},{"taxonomy":"vorstossstatus","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.sp-ps.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/vorstossstatus?post=173587"},{"taxonomy":"cpt-canton","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.sp-ps.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/cpt-canton?post=173587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}