90 Jahre SAH: Solidarität, die wirkt

Von Ferienlagern für arme Kinder bis zu Brücken in Arbeit und Würde: Seit 90 Jahren steht das SAH für gelebte Hilfe – in Krisen, gegen Armut, für Gleichstellung.

Caroline Morel, Leiterin Nationales Sekretariat SAH

Im Jahr 1933, mitten in der Weltwirtschaftskrise, sagten SPFrauen: «Kein Kind soll wegen Armut zu Hause bleiben». Sie gründeten die «Arbeiterkinderhilfe» und organisierten Ferien für Kinder aus Familien, die von Arbeitslosigkeit betroffen waren. Aus dieser Initiative ging 1936 das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH) hervor. Es wurde von der Arbeiterbewegung (dem SGB) und der SP getragen. Solidarität war und ist nie nur ein Gefühl, sondern gelebte Praxis. Und: Ferienlager für Kinder und Jugendliche aus armutsbetroffenen Familien gibt es bis heute.

100'000 Colis Suisse

Seit der Gründung unterstützt das SAH dort, wo Menschen in Not sind: Kinder aus dem Spanischen Bürgerkrieg, Notleidende mit über 100 000 «Colis Suisse» im Zweiten Weltkrieg, beim Wiederaufbau Europas und ab 1949 als eine der ersten Schweizer Organisationen in der Entwicklungszusammenarbeit. Auch hierzulande ist das SAH aktiv: im Bereich von Flucht und Verfolgung, gegen Armut und Ausgrenzung – und gegen einen Asyldiskurs, der Menschen zu Akten macht.

Solidarität heisst Partizipation

Als in den 1990er-Jahren die Arbeitslosigkeit explodierte, reagierte das SAH schneller als manche Behörde. Programme wie «Etcetera», «Berufliche Perspektiven2» oder «impuls» bauten Brücken zurück in Arbeit und Würde, während «CoOpera» Geflüchteten Wege in Ausbildung und Erwerbstätigkeit eröffnete. «Solidarität heisst Partizipation», lautete das Arbeitsmotto.

Gleichstellung war und blieb ein zentrales Anliegen: von Frauenkursen bis zur «Brunner-Sonne», deren Verkaufserlös Programmen von erwerbslosen Frauen zugutekam.

Heute steht das SAH-Netzwerk mit über 900 Mitarbeitenden, mehr als 20 200 Teilnehmenden und rund 200 Programmen für das, was auch die SP antreibt: eine Schweiz, die zusammenhält – sozial, politisch –, so unbequem das manchmal auch ist. Danke, SP-Frauen. Danke, SP. Und: Wir machen weiter!

Mehr zur Geschichte sowie Stimmen aus dem SAH finden sich in der Jubiläumsbroschüre und in den Interviews auf der Website von SAH Schweiz.

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Um unsere Werte verteidigen zu können, braucht es finanzielle Mittel. Die SP ist eine Mitgliederpartei und schöpft ihre Stärke aus dem Engagement ihrer Mitglieder.
Die Mitgliederbeiträge werden von den Kantonalparteien und den Sektionen unterschiedlich festgelegt und sind abhängig von Deinem steuerbaren Einkommen. Wir folgen unseren eigenen politischen Forderungen: Wer wenig verdient, bezahlt wenig, und wer viel verdient, beteiligt sich mehr an den Kosten von Partei und Politik.
In der Regel fallen jährlich je nach Einkommen Kosten zwischen circa 80 und einigen Hundert Franken an. Die Mitgliederbeiträge werden jährlich erhoben.

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Du hast verschiedene Möglichkeiten, Dich einzubringen. Wenn Du an Deinem Wohnort aktiv werden möchtest, wendest Du Dich am besten an die Sektion Deiner Gemeinde oder Deines Quartiers. Diese ist auch die richtige Anlaufstelle für den Einsatz in einem öffentlichen Amt (Gemeinderat, Schulpflege, Sozialbehörde…).
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